Was passiert, wenn man stirbt ?

Diese Frage habe ich mir schon als Jugendlicher gestellt, als sich mein Stiefvater das Leben genommen hat und meine Schwester gespürt und wahrgenommen hat, dass er sie wohl nach seinem Tod besucht hatte….hmmm. Nicht im Schlaf, sondern als ich mit dabei war ! Sie beschrieb es so: „Ich spürte seine Gegenwart und plötzlich ging er durch mich hindurch!„- Ich wußte auf diese Fragen“ Das Leben nach dem Tod! usw. keine Antwort ! Dies beschäftigte mich über die Jahre immer wieder.
Aber der Grund warum ich nun darüber schreiben möchte ist: Eine Freundin, auch schamanische Heilerin, ist vor ein paar Tagen gestorben. Das hat mich sehr getroffen, denn Sie war ja erst Mitte 50, hatte Ihren Traummann gefunden, war glücklich und lebte Ihre Berufung! – Ich betreute sie eine Zeit lang und war am Anfang der Überzeugung, dass Sie wieder gesund wird. Aber das änderte sich in den letzten Wochen schnell. Was mich dabeiCosmic Stairway beschäftigt ist : Fast alle, auch Ich, glauben, dass wir doch so viel Zeit im Leben haben und der Tod oder das Sterben passiert einem ja nicht, das passiert nur anderen. Also jeder hat Pläne im Leben umzusetzen oder eine glückliche Zeit zu verbringen und die wenigsten sind darauf vorbereitet, wenn „der Tod an die Tür klopft.“
Ein guter Freund, der ebenso Schamane ist, begleitete Sie nach „oben“ oder ins Jenseits, Himmel usw. – Ja, Du hast richtig gehört ! Es ist möglich, Sterbende in Ihrem Prozess zu begleiten, um den Übergang, das Sterben, so harmonisch wie möglich zu gestalten.
Aber was passiert nun, wenn man stirbt genau ? – Neben unserem physischen Körper besitzen wir auch einen Energiekörper oder Astralkörper, der zu Lebzeiten an unseren physischen Körper gebunden ist. Beim Sterben löst sich dieser Astralkörper langsam ab und während dieser Ablösung kann es sein, dass Menschen bereits die „Anderswelt“ wahrnehmen, z.B.oft sehen Sterbende verstorbene Verwandte oder Freunde, Lichtgestalten oder Engel, die um Sie herum sind.Sie wollen einen abholen und in die nächste Stufe des Lebens führen. Unser Bewusstsein streift den physischen Körper ab, um in die nächste Bewusstseinsstufe hinüber zu gehen. Wir lassen dann unseren Körper zurück, wie ein Kleid, das wir nicht mehr brauchen. Das berichten viele Menschen, die Nahtod-Erlebnisse hatten, die von oben Ihren Körper sehen, ins Licht gehen und eine unglaubliche, unbeschreibliche Liebe wahrnehmen, die mit unserer irdischen Wahrnehmung von Liebe nicht zu vergleichen ist. – Darauf kann sich also jeder freuen ! Der Prozess des Sterbens kann schön sein, wenn man die Angst davor und Alles, was einen daran hindert zu gehen, loslässt. Ungesunde Beziehungen, in denen vieles nicht ausgesprochen worden ist, halten uns oft davor zurück zu gehen. Wenn wir Menschen auf dem Sterbebett aus tiefstem Herzen vergeben, ist das oft wie eine Erlösung und wird als Erlaubnis empfunden endlich gehen zu dürfen. Natürlich hat fast jeder Angst davor, denn beim Sterben, genau wie bei der Geburt, weiss man nicht, was einen danach erwartet.
Aber was passiert bei Unfällen, wenn jemand stirbt ? – Hier wird der Astralkörper „gewaltsam“ mit einem Ruck aus dem physischen Körper gerissen. Menschen, die so sterben, bekommen zum Teil gar nicht mit, dass Sie gestorben sind. Schamanen, Meister, Medien,Hellsichtige und Lichtwesen können mit solchen Verstorbenen Kontakt aufnehmen und den Weg ins Licht zeigen.

Es gibt Menschen, die ihren Körper bewusst verlassen können und mit Ihrem Astralkörper reisen.

Tunnel of Light

Ja es gibt Menschen aus verschiedenen Traditionen, die dies perfekt in einer Meditation beherrschen. Zwei aus unterschiedlichen Traditionen von Ihnen waren Paramahansa Yogananda und  Daskalos. In seinem Buch wird von Paramahansa Yogananda erzählt, wie er seinen Körper für immer verliess. Yogananda feierte seinen Abschied, denn er wusste, dass es Zeit war zu gehen. Nachdem er sich von allen verabschiedet hatte, setzte er sich hin, meditierte und verliess seinen Körper.  Seinen physischen Körper liess er zurück. Er lebte vor, was der Mensch im Stande ist zu vollbringen. Eines davon war, seinen Körper willentlich verlassen zu können. Dazu gibt es noch viel mehr zu lesen, deshalb hier der Link zum Buch:                                              Autobiographie eines Yogi

Unbewusst verlässt jeder seinen physischen Körper, wenn er schläft. Dabei ist der Astralkörper aber noch immer mit dem physischen Körper verbunden, viele sprechen von einer „Silberschnur“, die diese Körper miteinander verbinden. Diese „“Schnur“ löst sich beim Sterben auf. Vielleicht kennst Du das selbst: Du schläfst ein und beginnst langsam zu träumen, plötzlich hörst du ein lautes Geräusch und wachst mit einem Schreck oder fast sogar Schock wieder auf. Während dieses Schrecks wird der Astralkörper wieder zurück in den physischen Körper gerissen, was sich zum Teil sogar leicht schmerzhaft im Bauchbereich anfühlen kann. Wie mit einem Gummiband, wird man dann wieder in den Körper zurückgezogen.

Mir wurde in den letzten Tagen wieder gezeigt, wie kostbar das Leben ist und wie wichtig es ist, sein Leben auf die wirklich entscheidenden Dinge auszurichten und sich nicht auf die Belanglosigkeiten des Alltags zu konzentrieren. Vielleicht haben wir weniger Zeit, als wir glauben ?
Da stelle ich Dir die Frage :
Was ist wirklich wichtig für Dich im Leben ? – Lebst Du danach ?

Ich wünsche Dir ein erfülltes und sinnvolles Leben, in dem Du Dich nicht aufreibst, um irgendwelche Ziele erreichen zu wollen, sondern glücklich im Jetzt leben kannst und wenn die Zeit gekommen ist, einen harmonischen Übergang schaffst, um endlich nach Hause zu kommen.

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16 Gedanken auf \"Was passiert wenn man stirbt ?\"

  1. Hallo Ralph, ein wunderbarer Beitrag und schön erklärt. Ich finde es toll das du dich mit so vielem beschäftigst und andere teilnehmen lässt. Schön das wir verwandt sind. Liebe Grüße Bianca

  2. Hallo zusammen,
    ich bin der erwähnte ‚Traummann‘ und möchte hier auch gerne beitragen 😉

    Wir lernten uns letztes Jahr zur Sommersonnenwende kennen,
    trafen uns endlich wieder, diesmal mit dem Bewusstsein und der Bereitschaft
    alle Wunden und viele weitere Themen aus diesem und älteren Leben zu heilen.
    Die alte Seelengefährtin wieder zu treffen, nach Tausenden Jahren endlich
    wieder die Liebe zu erkennen und gemeinsam zu leben war ein unglaubliches Geschenk.

    Ich hatte (und habe weiterhin) die große Gnade einen sehr toleranten Arbeitgeber
    und auch eine Krankenkasse zu haben welche ohne murren pünktlich zahlt.
    Dadurch hatte ich die Möglichkeit Sie während der gesamten Zeit ihrer Krankheit
    in ‚Vollzeit‘ zu begleiten, zu unterstützen und auch pflegen.

    Sie starb im Frieden zuhause in meinen Armen, so wie sie es sich wünschte.

    Die etwa vier Monate von der Erstdiagnose bis zu ihrem Abschied waren dann
    auch eine Zeit in der ich manchmal dachte, wie soll ich das schaffen,
    manchmal dachte ich auch ich befinde mich in einem nicht enden wollenden Alptraum.
    Aber ich denke jeder Mensch der dazu bereit ist und auch diese Erfahrung sammeln möchte
    kann wirklich unmenschliches schaffen. Vielleicht hilft es auch wenn die Liebe groß genug ist.

    Was in dem Zusammenhang auch half, in der Zeit beendete ich gerade meine schamanische Ausbildung,
    und hatte mich dadurch auch intensiv mit dem Sterben und dem Tod auseinandergesetzt.

    Besonders in ihren letzten Tagen habe ich dieses Wissen bestmöglich angewendet,
    um ihr, ihren Kindern und auch ihrem Ex-Mann einen geschützten Rahmen zu schaffen,
    welcher noch ganz viel Heilung ermöglichte. Und dann wusste sie auch dass sich der Vater
    ihrer Kinder wieder um dieselben kümmert. Erst dann konnte sie wirklich gehen.
    Und aber auch nachdem auch ich losließ, hatte ich mir doch so gewünscht dass sie nicht geht.
    Wir wollten noch so viele wunderbare Dinge erleben, auch zu arbeiten, um Frauen und Männern
    gemeinsam zu helfen. Sie mit ihrer Begabung für Frauen, und ich als gefühlvoller Mann an ihrer Seite.

    Ich hatte dann gegenüber dem Bestattungsunternehmen darauf bestanden dass sie
    nicht gleich abgeholt wird, sondern erst am nächsten Tag. Ich wusste ja das noch einiges tun ist.
    Dadurch konnte nicht nur ihr Freund das Ritual durchführen welches ich von außen geschützt hatte,
    auch die wichtigsten Menschen inkl. ihrer Eltern konnten sich in Ruhe verabschieden.
    Und ihre drei Kinder waren durchgängig bei ihr, zwei haben sogar auch im Wohnzimmer geschlafen
    wo sie bis zuletzt noch in einem Pflegebett lag. Das ganze von Montag Vormittag bis Dienstag Nacht,
    die Tochter blieb sogar bis Mittwoch.

    Durch diese Totenwache konnte auch noch ganz viel Heilung geschehen,
    und auch die Möglichkeit geschaffen werden dass die Menschen loslassen. Inklusive mir selbst.

    Ich habe durch diese Erfahrung nun allerhöchste Achtung vor Menschen die ihre Angehörigen zuhause pflegen,
    und dabei ihr eigenes Leben vollständig in den Hintergrund stellen.
    Man kann gar nicht glauben zu was man alles fähig sein kann, besonders wenn man es aus Liebe tut.

    Die Beisetzung war am vergangenen Freitag (999), der Himmel hat einen Engel wieder bei sich aufgenommen.

    Mein Leben wird jetzt ein anderes werden als bisher, allmählich kehrt Ruhe ein und auch mein
    Körper erholt such allmählich. Eine Ahnung was kommen wird habe ich schon,
    aber bei dem ganzen lernte ich dass es am allerwichtigsten ist im Fluß zu bleiben.

    Ein Schamanenkollege welcher bei der Beisetzung anwesend war hatte mir dann am selben Abend
    das Angebot gemacht ihn nächste Woche zu besuchen. Aber nicht zuhause.
    Er hat sich in den ligurischen Alpen, nur eine halbe Stunde vom Meer, eine Ferienwohnung mit viel Platz gemietet.
    Absolute Ruhe in einem kleinen Bergdorf. Perfektes Timing.
    Diesen Freitag (zweites 999) Feuerzeremonie bei Vollmond mit der Mondfinsternis,
    Sonntag zum Untersberg, dort muss ich hin, dort gibt es wichtiges zu tun und am Dienstag ans Meer.
    Sechs Tage Rückzug, Selbstfindung, und auch das Meer. Wir wollten jetzt Ende September ans Meer.
    Ich werde mit ihr zusammen hinfahren, und mal sehen was sich ergibt.
    Meine Mesa, Trommel und die Despachosachen packe ich auf jeden Fall ein.

    Ich könnte jetzt wahrscheinlich noch stundenlang schreiben, aber der Rauchgeist klopft und die Blase drängt..

    Daher in kurzen Worten, ich kann Euch vom ganzem Herzen nur dringend empfehlen
    folgt dem Weg des Herzens, dem Ruf der Seele, genießt jeden Moment mit geliebten Menschen.

    Rennt nicht dem Geld oder anderem unwichtigem Materiellem hinterher wie in ihrer Familie.
    Genießt den Moment, feiert das Leben und pflegt die zarte Pflanze der Liebe.

    In diesem Sinne: „Die Liebe ist nicht ein, sondern der einzige Weg um glücklich zu werden.“

    In ewiger Verbundenheit, Dankbarkeit und Liebe
    Michael

  3. Hallo. Mein Sohne (9Jahre) hat mich gestern erst gefragt was passiert, wenn man stirbt. Und hatte dabei ganz viel Angst. Und jetzt lese ich deinen Blog. Mh. Gibt es Zufälle? Habe ihm das versucht zu erklären, wie das ist mit der Seele und so….. . Ja man macht sich in diesem Leben viel zu viel Gedanken um Nichtigkeiten. Jeder sollte wirklich im Hier und jetzt leben und genießen !
    Für das was auf der anderen Seite kommt, bleibt soooo viel Zeit. Danke für deine Gedanken, Ralph.
    LG Anne

  4. Danke für die Erinnerung an das bewusste Leben und die Liebe. Ich beschäftige mich gerade auch sehr mit dem Tod und wie „man“ bis dahin sein Leben verbringt. Zur Zeit ist eine große Vergebungswelle in mir in Bewegung, in der mir klar wird wem ich für was vergebe und fühle, dass das gerade für mich so wichtig ist wie sonst nichts. Danke nochmal und alles gute! Elisabeth

  5. Danke , lieber Ralph, dass Du Dich zu diesem Thema äußerst. Es ist so tröstlich zu wissen, wir gehen immer weiter und es geht nur ins Licht. Meine Mutter ist im vorigen Jahr „verstorben“. Anne hat sie hinüber begleitet, worüber ich sehr froh war und bin. Es war mein letzter Liebesdienst für sie. Auch als vor 3 Jahren ein alter Freund urplötzlich starb und ich merkte, er kann nicht gehen, war es mir eine große Erleichterung dass er schamanische Hilfe hatte, um loslassen zu können.
    Vielen Dank, dass es Euch gibt und dass wir uns begegnet sind.
    Liebe Grüsse
    Jutta

  6. Nachdem ich eine ganze Ausgabe des Magazins dem Thema „Leben und Sterben“ gewidmet habe, ist mir eines klar: Der Tod bereichert das Leben, denn seine ständige Gegenwart lässt uns jeden Tag genießen. Wie sagt Castaneda: der Tod sitzt immer auf deiner linken Schulter. Wenn du eine wirklich wichtige Entscheidung treffen musst, dann frage ihn.
    Wer noch mehr in dieses Thema eintauchen möchte, findet hier ganz besonderen Lesestoff, u .a. einen Artikel zur schamanischen Sicht über Geburt und Wiedergeburt von Irina Dittert.
    https://www.maas-mag.de/magazin/leben-und-sterben

  7. Lieber Ralph,
    danke für deinen wunderbaren Beitrag. Ein Thema, was noch viel mehr Aufmerksamkeit in der Gesellschaft bedarf. So denke ich.
    Es gibt auch viele berührende Berichte von Menschen, die die erfahrungen auf den anderen Ebenen bereits machten und zurück kamen. Ich denke, sterben ist wirklich nichts dramatisches, wenn wir verstehen, dass wir viel mehr sind als dieser Körper.
    danke und herzliche Grüße!

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